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                            Sechs Saarländerinnen erkunden die Pfalz zu Pferd

 

Contwig. Geschäftige Treiben herrschte am vergangenen Samstagmorgen auf dem Gödelsteinhof von Gertrud Rendgen in Contwig.

Soeben sind sechs Saarländerinnen eingetroffen, die ein Wanderreit-Wochenende auf gebucht haben. Es ist der erste Saisoneröffnungsritt und die Chefin überlegt, welches Pferd zu welcher Reiterin passen könnte.

Die sechs Freundinnen sind alle erfahren im Umgang mit Pferden. „Doch wir haben insgesamt nur 4 Pferde“, erklärte Petra Jenal aus Ensdorf. Weil die Freundinnen aber alle mal zusammen auf Tour gehen wollten, beschlossen sie, einen Wanderritt zu buchen. „Es ist einfach herrlich, sich mal um nichts kümmern zu müssen“, betonte Andrea Heckel aus Rehlingen-Siersburg, die normalerweise selbst Ritte organisiert und führt. „Andrea nimmt Lisa, Conny kriegt Laska und für Kathleen könnte Flora das richtige Pferd sein“, sagte die erfahrene Wanderreitführerin Gertrud Rendgen. Sofern es nicht klappen sollte, könne man auch unterwegs noch tauschen, meinte sie weiter.

Nach dem Putzen und Satteln ging’s auch schon los.

Am ersten Tag betrug die Etappe rund 30 Kilometer, für den zweiten Tag waren 15 Kilometer geplant.

Von Contwig führte der Weg als erstes zum Outlet-Center Zweibrücken. „Das ist wohl das erste Mal, dass ich an einem Schuhgeschäft vorbeikomme, ohne rein zu gehen“, lachte Andrea Heckel. Das Wetter meinte es nicht so gut mit den saarländischen Wanderreiterinnen. Es regnete fast pausenlos. „Bei richtiger Kleidung kann einem das Wetter nichts anhaben“, erklärte Conny Weber aus Oberesch, die, wie auch die anderen Reiterinnen, wasserdichte Kleidung und Hut trug. Weiter ritt die Gruppe vorbei am Zweibrücker Flughafen, als plötzlich ein Hubschrauber auftauchte.

Pferde reagieren auf solche Einflüsse meist sehr schreckhaft oder sogar mit Flucht, nicht aber die erfahrenen Wanderreitpferde vom Gödelsteinhof. Gelassen gingen sie hintereinander auf der Straße, während sie den Hubschrauber aber nicht aus den Augen ließen. „Unsere Pferde sind alle hundertprozentig verkehrssicher“, erklärte Gertrud Rendgen.

 Der Weg führte die Reiterinnen nach Mauschbach. Es ging über Feldwege und unbefestigte Wege. Die Feldwege waren vom Regen aufgeweicht, der lehmige Boden uneben und sehr glatt. Doch auch diese schwierige Situation meisterten die Tiere mit Bravour. Nach der Mittagspause ging es gestärkt weiter über Brenschelbach, Altheim bis nach Pinningen.

Hier wurde man bereits von Gastgeberin Ulrike Zaeh mit Kaffee und Kuchen empfangen. Für die Pferde gab es eine große Koppel und Heu. Im Einfamilienhaus wartete schon ein gemütliches Nachtlager auf die müden und hungrigen Reiterinnen. Nach einer heißen Dusche servierte Ulrike Nudelauflauf. Die Nachricht vom Besuch aus dem Saarland verbreitete sich rasch, sogar bis zum Ortsvorsteher von Pinningen, Klaus Rauls. Der passionierte Wanderreiter war leicht zu begeistern und am nächsten Morgen stand er mit gesatteltem Pferd vor der Tür.

Er begleitete die Damenrunde zurück nach Contwig. Bei strahlendem Sonnenschein ging es über weiche Wald- und Feldwege nach Althornbach und zurück nach Contwig. Nach rund vier Reitstunden erreichte man wieder den Ausgangspunkt. Am Ziel trennte man sich nur ungern von den freundlichen und zuverlässigen Pferden.

„Wir werden aus diesem Erlebnis eine Tradition machen und im nächsten Jahr wiederkommen“, schlug Andrea Heckel vor. Der Vorschlag wurde ohne Diskussion angenommen. Weitere Infos über Wanderreiten in der Pfalz bei Gertrud Rendgen unter Telefonnummer (06332) 99 60 63 oder im Internet unter www.goedelsteinhof.de.

Autorin: Sabine Schmitt/sb

 

Bildtexte:

        

Wanderritt1: Gertrud Rendgen führte die Saarländerinnen zwei Tage durch die Pfalz.

Wanderritt2: Petra Jenal (vorne) ließ sich auch vom Regen die gute Laune nicht verderben.

Wanderritt3: Die Wanderreitpferde bewegen sich zuverlässig und sicher durch den Straßenverkehr.

Alle Fotos: Sabine Schmitt